Unter allen im „Religionsmonitor“ (Bertelsmann-Stiftung 2016) abgefragten Lebensbereichen werden Religion und Spiritualität mit Abstand als die unwichtigsten eingeschätzt.

Ein Weiteres überrascht: Auch die Ablehnung jeglicher Religiosität, also der Atheismus, ist vielen Deutschen nicht geheuer. Immerhin 36 Prozent der Westdeutschen empfinden den Atheismus als Bedrohung 

Die Frühromantiker, die an der Religion festhalten wollten,

taten dies, indem sie Religiosität primär als

Selbsterfahrung des Unbedingten im eigenen Ich

deuteten, wobei sie diese Selbsterfahrung nicht allein

aus der Vernunft, sondern auch aus der

Fantasie herleiteten, die es mit eigenen

Setzungen und Bildern des Unbedingten

zu tun habe. Vor diesem Hintergrund

konnten dann auch die Religionen

als Ausdruck des Weges der Menschheit

zum Begreifen der eigenen Subjekthaftigkeit

verstanden werden.

(nach herbert uerlings)